Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft

Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft

200 Jahre Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft e.V.

Material zum Download

» Festschrift zum 200jährigen Jubiläum | PDF 2,17 MB » DIE BIBELUMSCHREIBUNG DER SHBG ALS BIBELMISSIONARISCHES PROJEKT von Prof. Dr. Thomas Knittel | PDF 300 kB » Diplomarbeit von E. Weber | PDF 2,1 MB » Bibliografie v. W. Eichler | RTF 196 KB » Bibliografie v. W. Eichler | PDF 68 KB » Aufsatz zum 175. Jubiläum der SHBG | PDF 142 kB
 

Die Sächsische Haupt-Bibelgesellschaft (SHBG)
200 Jahre alt

Bei den Erinnerungen im Jahr 2013 an die Völkerschlacht bei Leipzig vor 200 Jahren wurde auch deutlich, welche Not dieser Krieg, der immerhin noch bis Mitte 1814 dauerte, über unser Land brachte. Joachim Bätjer, Geschäftsführer der SHBG von 1954 bis 1975 schreibt anlässlich des 150jährigen Jubiläum der SHBG: „Als am Ende des Krieges ... Europa vom Druck der napoleonischen Herrschaft befreit aufatmete, brach für das Königreich Sachsen eine Zeit schwerster allgemeiner wirtschaftlicher Not an. Das Land hatte schon unter dem Durchzug der Heere und als Kriegsschauplatz empfindlich zu leiden gehabt und musste sich nun, weil es an der Seite Napoleons hatte kämpfen müssen, unter die harten Bedingungen eines besiegten Staates beugen. Der König ging als Gefangener nach Berlin, das Land stand unter der Verwaltung der Siegermächte, und russische Truppen waren als Besatzungsmacht zu ertragen.“(1) In dieser Zeit wurde verantwortungsbewussten Menschen in Sachsen bewusst, dass neben der Linderung äußerer Not auch etwas gegen die seelischen Nöte getan werden müsste. Die Armut war damals so groß, dass viele Familien sich keine Bibel kaufen konnten. Noch größer war die „Bibelnot“ unter den Sorben, für die es kaum Bibeln in ihrer Sprache gab. So griffen im Sommer 1814 einige einflussreiche Männer in und um Dresden unter Führung des Grafen Peter Karl Wilhelm von Hohenthal auf Königsbrück die Idee einer Bibelgesellschaft auf, die kurz zuvor von England nach Sachsen getragen worden war. Mit Hilfe dieser Organisation – und in den ersten Jahren auch mit Unterstützung der British and Foreign Bible Society (BFBS) – wurden preiswerte Bibeln in der Lutherübersetzung bzw. in sorbischer Sprache an die armen Bevölkerungsschichten verteilt. Ab Mitte der zwanziger Jahre kam dazu die Einsicht, dass man nicht nur Bücher verteilen, sondern auch das Verständnis der Bibel fördern müsse.

Diese Gesichtspunkte sind noch immer die wichtigsten satzungsmäßigen Zweckbestimmungen der Sächsischen Haupt-Bibelgesellschaft, die am 14. September 2014 ihr 200jähriges Gründungsjubiläum mit einem Festgottesdienst (Predigt: Landesbischof Jochen Bohl) in der Kreuzkirche Dresden feiern konnte.

„Sie werden lachen: Die Bibel.“

Unter diesem Titel gibt die SHBG aus Anlass ihres Jubiläums eine Festschrift heraus, die unterschiedliche Anregungen für Unterrichtende und Informationen für bibelwissenschaftlich Interessierte enthält. So kommen Auszüge einer Diplomarbeit zum Abdruck, die den Vereinszweck und dessen Umsetzung in der gegenwärtigen Bildungsarbeit widerspiegeln. Ein Artikel zeichnet die Aktivitäten der SHBG bei der Übersetzung der Bibel „ins heutige Deutsch“ zu DDR-Zeiten nach. Erstmalig erscheint auch eine Bibliografie aller Publikationen der SHBG seit 1814. Zum Schluss werden Beiträge aus dem Jugendwettbewerb „Der Lebenslauf meiner Bibel“ und Nutzungs- und Arbeitsmöglichkeiten des Dresdner Bibelhauses vorgestellt. (siehe Download)

Das Erscheinen dieser Publikation und ihre kostenlose Verteilung wurde durch die Unterstützung des Landeskirchenamtes und vieler Spender und Sponsoren nöglich.

Wissenschaftliche Begleitung durch die Evangelische Hochschule Moritzburg

Dankenswerter Weise kam die Evangelische Hochschule Moritzburg der Bitte der SHBG nach und begleitete im Vorfeld wissenschaftlich die religions- und medienpädagogische Arbeit des Bibelhauses. Hier ist besonders Herr Prof. Dr. Knittel zu nennen, der den Vorstand engagiert beriet sowie die wissenschaftliche Begleitung steuerte und koordinierte. Unter seiner Leitung entstand die bereits erwähnte

Diplomarbeit von Herrn Ekkehard Weber: „… den Gebrauch und das Verständnis der Bibel zu fördern.“ Eine Untersuchung zur theologisch- pädagogischen Programmatik des Sächsischen Bibelhauses in Dresden, Moritzburg b. Dresden 2012, (siehe Download)
und die
Bibliographie von Frau Waltraud Eichler zur Erfassung der durch die SHBG in nahezu 200 Jahren herausgegebenen und verlegten Bibeln und anderen Schriften.
(siehe Download)
Prof. Dr. Knittel gehörte auch dem Redaktionskreis der Festschrift an.

(1) DIE BIBEL IN DER WELT – Jahrbuch des Verbandes der evangelischen Bibelgesellschaften in Deutschland 1964; herausgegeben von Robert Steiner - zitiert nach E. Weber: "... den Gebrauch und das Verständnis der Bibel zu fördern.", Diplomarbeit, Moritzburg 2012, S. 13.

 

 

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